Schnecken bekämpfen

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Video: Schneckenabwehr an Nutzpflanzen - Vortrag Studenten Hohenheim

Garten-Tipp-Video aufrufen

Ich bemerkte, dass man Pflanzen in drei Kategorien eingruppieren kann. Die erste Kategorie Pflanzen wird einfach immer gefressen, zum Beispiel kleine Kohlpflanzen. Wenn Sie jungen Kohl setzen, dann ist dies das reinste Schnecken-Futter. Wer seine Schnecken liebt, pflanzt kleine Kohlpflanzen. Oder, hat mal jemand von Ihnen schon mal Zucchini gepflanzt? Ja! Zucchini aus einer Gärtnerei! Einpflanzen - und am kommenden Tag ist nichts mehr übrig.

Zur zweiten Kategorie - es gibt Pflanzen - manche Schnecken sagen: "Ja, dies mag ich." und andere Schnecken sagen "Oh, das ist nicht so mein Ding." Bei manchen Hobbygärtnern wird zum Beispiel der Liebstöckel angefressen, bei manchen nicht.
Wie Sie Pflanzen effektiv vor Fraß schützen, sehen Sie in einem Video, dessen Link ich Ihnen am Filmende einblende.

Als dritte Art gibt es Pflanzen, bei welchen die Schnecken sagen: "Nein, das kann man nicht fressen, das ist so übel, das geht gar nicht." Meine Großmutter hatte eigene Freilandgurken im Garten. Diese Gurken hatten zum einen Nadeln, dann verfügten die Gurken über eine harte Schale. Oft war es auch so, dass man die Enden der Gurken abschnitt, um zu testen, ob gerade diese Enden bitter schmeckten. Wenn man diese bittere Enden versehentlich in den Kartoffelsalat hinein rädelte, war der ganze Salat ruiniert.
Weshalb ich Ihnen dies erzähle?
Diese ursprünglichen Abwehrmechanismen wie eingelagerte Kalknadeln, harte Schalen und Bitterstoffe werden mittlerweile bei den meisten Nutzpflanzen weggezüchtet. Und genau diese Abwehrmechanismen haben früher verhindert, dass sich die Schnecken sofort darüber hergemacht haben. Das selbe Problem sehe ich auch im Zierpflanzen-Bereich. Auch hier wird immer mehr auf die Optik Wert gelegt mit riesigen Blütenzüchtungen und hier leidet dann ebenfalls die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen am meisten. Welche Pflanzen gefressen werden - aber vor allen Dingen, wenn nicht, können sie auch in meinem Buch nachlesen.

Lavendel wird nie angefressen. Absolut schnecken-resistent!
Generell kann man beobachten, mit wenigen Ausnahmen, dass alles, was verholzt, nicht gefressen wird. Stark behaarte Pflanzen werden in der Regel nicht gefressen, dornige werden nicht gefressen. Dies ist eine Art Richtschnur, von der Sie ableiten können, dass in der Regel hier keine Gefahr besteht.

Rettich wird auch gerne angefressen. Hat jemand schon mal Radieschen gepflanzt? Was rausschaut aus dem Boden - es wird gleich daran herumgenagt. Darum versuchen Sie es mal mit dem Winter-Rettich - ganz scharf, ganz dunkel, ganz hart! Diese Züchtung ist super, weil Sie diese Rettiche sogar im Dezember und Januar ernten können. Sie haben eine ganz dicke Schale. Diese Rettiche muss man schälen, bevor man sie essen kann. Sie sind so hart und scharf, dass die Schnecken sie so gut wie nicht mögen. Dies wäre also auch eine Lösung.

Aus dem Video:

Praktisch alle Kohlarten sind stark schneckengefährdet
Praktisch alle Kohlarten sind stark schneckengefährdet

Ältere Zucchini-Blätter werden von Schnecken verschmäht, jedoch nicht die Früchte!
Ältere Zucchini-Blätter werden von Schnecken verschmäht, jedoch nicht die Früchte!

Porree bzw. Lauch wird von Schnecken verschont
Porree bzw. Lauch wird von Schnecken verschont

Gurken hatten früher kleine Stacheln, eine harte Schale und Bitterstoffe - abschreckend für Schnecken
Gurken hatten früher häufig kleine Stacheln, eine harte Schale und Bitterstoffe - abschreckend für Schnecken

 

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