Schnecken bekämpfen

ökologisch - giftfrei

 nachhaltig

einfach



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Schnecken-Arten im Garten


Spanische Wegschnecken (Arion lusitanicus):

Junge Spanische Wegschnecke mit hellen Streifen am Rücken (Arion lusitanicus)
Junge Spanische Wegschnecke mit hellen Streifen am Rücken

Die größten Schäden richtet die Spanische Wegschnecke an. Diese Art wurde in den 60er Jahren aus Portugal eingeschleppt.

 

 

Jungtiere tragen auf dem Rücken orange-gelbliche Streifen, die sich bald verlieren. Die ausgewachsenen Tiere werden etwa 8 bis 10 cm lang und ihre Hautfärbung reicht von dunkelbraun über grau-grün bis zu rot oder orange. Nun sind sie äußerlich auch nicht mehr von unseren heimischen Wegschnecken zu unterscheiden.
Sie verdrängt hiesige Schneckenarten, da sie bei Angriffen so viel äußerst bitteren Schleim absondert, dass sie von vielen natürlichen Feinden gemieden wird. Zudem frisst sie stark duftende oder hartlaubige Pflanzen, die unsere Schnecken verschmähen. So besetzt sie mehr und mehr den Lebensraum anderer Schneckenarten und stört massiv das biologische Gleichgewicht.

Weinbergschnecken          (Helix pomatia)

Alle Schnecken mit Haus stehen unter Naturschutz - wie hier die Weinbergschnecke (Helix pomatia)
Alle Schnecken mit Haus stehen unter Naturschutz!

Weinberg-schnecken bevorzugen - wie viele Rebsorten - kalkhaltige Böden, um Ihr Haus auszubilden.

 

 

Schäden durch diese Art halten sich in Grenzen. Dies dürfte mit daran liegen, dass sie durch ihr Gewicht und das sparrige Häuschen schlechter an Pflanzen hochkriechen können als die äußerst wendigen Wegschnecken. Es wurden auch schon öfter Weinbergschnecken beobachtet, die Eigelege von Nachtschnecken ausfraßen. In vielen Regionen gelten Weinbergschnecken als Delikatesse. Ich möchte Ihnen jedoch dringend abraten, selbst Weinbergschnecken zu sammeln. Zum einen stehen sämtliche Schneckenarten mit Häuschen unter Naturschutz. Zum anderen können Schnecken problemlos äußerst giftige Pflanzen fressen, ohne Schaden zu nehmen. Sie lieben zum Beispiel angefaulte Früchte der Echten Tollkirsche (Atropa belladonna). Das Gift reichert sich dabei im Schneckenkörper an. In einem Test wurden Weinbergschnecken nur einen Tag lang mit Tollkirschen gefüttert und danach untersucht. Bereits der Verzehr zweier Schnecken hätte gereicht, einen erwachsenen Menschen ins Jenseits zu befördern

Großer Schnegel, Egelschnecke, Tigerschnecke (Limax maximus)

Harmlos - aber Grauen erregend, die "Tigerschnecke"  bzw Tigerschnegel, Egelschnecke  oder Limax maximus
Harmlos - aber Grauen erregend , die "Tigerschnecke"

Schon häufig haben mir entsetzte Gärtner geschrieben, sie hätten eine



Monsterschnecke, Tigerschnecke bzw. einen Tigerschnegel im Garten. Die korrekte Bezeichnung lautet "Großer Schnegel" bzw. "Egelschnecke". Sie ist in der Tat mit bis zu 20 cm Körperlänge Grauen erregend und damit eine der größten Schneckenarten in unseren Breiten. Der ganze Körper ist auf hellgrau-bräunlichem Grund mit grauen und schwarzen Flecken übersät. Dies ähnelt im Grunde weniger einem Tigermuster sondern eher der Fellzeichnung eines Leoparden. Diese "Tigerschnecke" kommt oft am Waldrand vor und richtet kaum Schäden an. Bereits mehrfach berichteten mir Naturfreunde, sie hätten gesehen, wie der Große Schnegel junge Nacktschnecken und Schnecken-Eier vertilgt.

Garten-Bänderschnecken (Capea hortensis):

Bänderschnecken kriechen auch auf Sträucher und Bäume (Capea hortensis)
Bänderschnecken kriechen auch auf Sträucher und Bäume

Die Garten-Bänderschnecke wird nur etwa 15 mm groß. Sie lebt auf dem Boden, klettert aber auch auf Sträucher und Bäume.



Sie bewohnt Lichtungen, feuchte Wälder aber auch Gärten. Normalerweise kann man sie sehr gut an den haselnussbrauen Streifen erkennen. Aber man findet auch Exemplare ohne Bänderung.

Garten-Bänderschnecken ohne Bänder (Capea hortensis):

Mehrfach erfuhr ich von starkem Fraß an giftigem Seidelbast von Garten-Bänderschnecken (Capea hortensis)
Mehrfach erfuhr ich von starkem Fraß an giftigem Seidelbast!

Die Garten-Bänderschnecke kommt auch ohne die hübsche Bänderung vor.

  

 

 

Genetzte Ackerschnecken (Deroceas reticulatum):

Ackerschnecken verursachen teils massive Schäden (Deroceas reticulatum)
Ackerschnecken verursachen teils massive Schäden

 Die etwa 3 bis 5 cm lang werdende Genetzte Ackerschnecke





kann man leicht an ihrer Zeichnung erkennen. Über dem braun-gräulichen Körper liegt eine dunkelgraue, netzartige Maserung. Sie kann massive Schäden anrichten. Wie es scheint, lässt sich diese Art gut mit Nematoden (Phasmarhabditis hermaphrodita) bekämpfen. Nematoden sind Nützlinge, die Sie mit dem bloßen Auge kaum sehen können. Sie dringen über die Atemhöhle in die Schnecken ein und sondern dort ein Bakterium ab, das zum Absterben der Tiere führt.       

Rötliche Laufschnecken, Inkarnatschnecke (Monachoides incarnatus):

Eher schön als schädlich - kleine Inkarnat-Schnecken (Monachoides incarnatus)
Eher schön als schädlich - kleine Inkarnat-Schnecken

Inkarnatschnecken mit ihrem wunderschönen Häuschen sind selten geworden.





Die Spirale ist etwa 13 bis 16 mm breit und läuft an der Mündung rötlich aus. Sie leben im Laub, auf feuchten Waldböden oder unter Hecken. Solange die Tiere noch jung sind, klettern Sie vereinzelt an Pflanzen hoch.

 

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